Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse

Die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg trägt seit dem Jahr 2002 verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) in Europa und Deutschland zusammen. Ältere Daten reichen bis zum Jahr 1989 zurück.

 

Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Aggregation zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und –dokumentation durchzusetzen.

 

In standardisierter Form werden möglichst umfassend Angaben zu den gefundenen Vögeln und Fledermäusen, zu den betreffenden WEA und zu den Fundumständen dokumentiert. Die Intensität der Kontrollen und die Bereitschaft zur Meldung von Anflugopfern sind sehr unterschiedlich. Bisher gibt es nur wenige flächenhafte und systematische Erfassungen von Anflugopfern, die den Charakter eines Monitorings haben. Aus einigen Gebieten liegen kaum Daten vor. So sind z. B. noch keine Aussagen zur Auswirkung von WEA auf ziehende Arten entlang der Ostseeküste möglich. Auch die Vollständigkeit der übermittelten Fundmeldungen ist sehr verschieden, so dass bei Auswertungen nicht durchgehend alle Parameter für jeden einzelnen Fund verfügbar sind.

 

Trotz des systematischen Ansatzes ist daher der Inhalt der Datenbank heterogen. Tendenziell treten jedoch die ursprünglich einen hohen Anteil einnehmenden Zufallsfunde und Ergebnisse von Stichprobenkontrollen immer mehr hinter Ergebnisse von Studienarbeiten, Forschungsvorhaben und behördlich festgelegten systematischen Begleituntersuchungen zurück.

 

Aus den Fundzahlen allein sind keine zuverlässigen Hochrechnungen über die Zahl jährlicher Verluste einzelner Arten ableitbar, bestenfalls sehr vorsichtige Mindestwerte. Es liegen jedoch zusätzliche Informationen über Sucheffizienz, Schwundraten von Kollisionsopfern usw. vor. Als sicher kann gelten, dass die Datenbank nur einen Bruchteil der tatsächlich an WEA verunglückten Tiere enthält. Für Hochrechnungen sind weitergehende Untersuchungen erforderlich, ebenso wie für das Monitoring nach Floroa-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie. Dennoch ermöglicht die Datenbank eine Vielzahl von Auswertungen zur unterschiedlichen Betroffenheit einzelner Arten, zur Phänologie der Verluste, zu den Auswirkungen einzelner Anlagentypen, sofern vorhanden, und zu sonstigen Einflussfaktoren.

 

Problemanalyse und Lösungsvorschläge, BMU-Projekt, FKZ 0327684
(Stand: November 2010)
In einem Verbundprojekt des Michael-Otto-Instituts im NABU, der Firma BioConsult SH und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung soll den Ursachen der Kollisionen auf den Grund gegangen werden. Dazu wurden Rotmilane, Seeadler und Wiesenweihen in verschiedenen Teilen Deutschlands mit kleinen Sendern ausgestattet, um so ihre Flugbewegungen in der Nähe von Windenergieanlagen studieren zu können. Auch waren experimentelle Veränderungen an Windenergieanlagen vorgesehen, mit dem Ziel zu helfen, Kollisionen von Greifvögeln an Windenergieanlagen in Zukunft möglichst zu vermeiden.

 

 

Windräder gefährden Vögel!

Achtung - Das Video zeigt einen segelnden Gänsegeier, der von einem Rotorflügel erfasst wird und abstürzt! Der verletzte Geier wird von Helfern geborgen.

Vogelverluste an Windenergieanlagen in Deutschland

Daten aus der zentralen Fundkartei der Staatlichen Vogelschutzwarte im Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg

zusammengestellt: Tobias Dürr; Stand vom: 23. April 2013

Vogelart Niedersachsen   Deutschland
Sterntaucher   1
Kormoran   3
Rosapelikan   1
Graureiher 2 5
Weißstorch 3 28
Schwarzstorch   1
Singschwan   1
Höckerschwan 7 16
Schwan spec. 3 4
Graugans 2 5
Blessgans   4
Saatgans   3
Bless-/Saatgans   3
Weißwangengans   6
Brandgans   1
Krickente 2 3
Stockente 38 64
Löffelente   1
Reiherente 1 1
Eiderente   1
Fischadler   9
Schreiadler   2
Seeadler 3 78
Rotmilan 17 193
Schwarzmilan   22
Habicht   5
Sperber 1 11
Mäusebussard 25 233
Raufußbussard 1 3
Wespenbussard   4
Rohrweihe 2 11
Wiesenweihe 1 2
Wanderfalke 1 6
Baumfalke   7
Merlin   2
Turmfalke 4 54
Greifvogel spec.   3
Rebhuhn   2
Fasan 2 12
Wasserralle   1
Teichralle   1
Blessralle   6
Kranich   5
Austernfischer 1 3
Flussregenpfeifer   1
Goldregenpfeifer 1 15
Kiebitz   4
Waldschnepfe   3
Bekassine   1
Großer Brachvogel   1
Lachmöwe 29 71
Silbermöwe 12 44
Steppenmöwe   1
Heringsmöwe 5 5
Mantelmöwe   1
Sturmmöwe 12 27
Möwe spec.  6 7
Flussseeschwalbe 1 1
Trauerseeschwalbe   1
Trottellumme   1
Haustaube 2 35
Hohltaube   3
Ringeltaube 8 66
Türkentaube   2
Schleiereule 3 8
Waldkauz   2
Waldohreule 1 7
Sumpfohreule   2
Uhu   14
Kuckuck   3
Mauersegler 2 70
Alpensegler   2
Grünspecht   1
Buntspecht   1
Feldlerche 1 69
Heidelerche   5
Ohrenlerche   1
Baumpieper   3
Rauchschwalbe 3 16
Mehlschwalbe 3 23
Uferschwalbe   3
Rauch-/Mehlschwalbe   1
Bachstelze   3
Schafstelze   5
Zaunkönig 1 3
Sumpfrohrsänger 1 1
Fitis 2 2
Zilpzalp 1 1
Orpheusspötter   1
Klappergrasmücke   1
Dorngrasmücke   1
Mönchsgrasmücke   4
Wintergoldhähnchen 3 47
Sommergoldhähnchen 4 14
Goldhähnchen spec.  1 8
Trauerschnäpper   4
Nachtigall   1
Braunkehlchen   2
Rotkehlchen 1 18
Steinschmätzer 2 3
Wacholderdrossel   8
Singdrossel   10
Rotdrossel   1
Amsel   6
Blaumeise   4
Kohlmeise   5
Tannenmeise   2
Schwanzmeise   1
Kleiber   2
Waldbaumläufer   2
Grauammer   27
Goldammer   26
Rohrammer   1
Stieglitz   1
Grünfink   7
Bluthänfling   1
Birkenzeisig   1
Buchfink   9
Kernbeißer 2 3
Feldsperling   13
Haussperling   3
Star 11 60
Neuntöter   16
Raubwürger   1
Eichelhäher   5
Elster   2
Dohle 1 1
Kolkrabe   18
Saatkrähe 1 4
Aaskrähe 2 25
Krähe spec. 3 4
gesamt Niedersachsen 241  
gesamt Deutschland   1737
 



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Wer möchte schon am Fuße einer solchen Anlage leben? Die Bürger aus Afferde und Rohrsen sollen sich, wenn es nach dem Stadtrat und der Stadtverwaltung Hameln geht, damit abfinden. Diskussion unerwünscht!
Wer möchte schon am Fuße einer solchen Anlage leben? Die Bürger aus Afferde und Rohrsen sollen sich, wenn es nach dem Stadtrat und der Stadtverwaltung Hameln geht, damit abfinden. Diskussion unerwünscht!

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